Todesfalle Einkauf?!

Zack! Und wieder hat es zugeschlagen! Unerwartet, erbarmungslos und bitterböse! Das Gesetz! Murphys Gesetz! Dieses Gesetz krallt sich ausschließend einkaufende Männer. Insofern verwundert es kaum, dass es von einem Mann - dem amerikanischen Ingenieur Edward A. Murphy, jr. (1918 - 1990) - aufgestellt wurde: "Whatever can go wrong will go wrong!"

Einkaufen ist für die meisten Männer per se eine extrem große Herausforderung. Schlägt dann noch Murphys Gesetz zu - meistens in Gestalt von einkaufenden Frauen oder unlogisch sortierter Ware, stehen selbst psychisch starke Männer kurz vor dem Wahnsinn.

Grundsätzlich versuchen Männer immer auf dem kürzesten Weg von A nach B zu kommen - gerade beim Einkaufen. Nicht ohne Grund, denn Einkaufen gilt als Arbeit, die möglichst schnell und komplikationslos zu erledigen ist. Aber nicht immer rechnen einkaufende Männer mit einkaufenden Frauen, die das Ganze als aufregendes Erlebnis betrachten. Bereits hier tun sich tiefe und meist unüberbrückbare Gräben auf.

Da schlendert schon mal eine stolze Mutter samt ihrem überbreiten SUV-Kinderwagen durch die ohnehin engen Gänge einer Einkaufspassage. Selbstredend sind drei aufgeregt schnatternde Freundinnen zusätzlich dabei - alle nebeneinander gehend versteht sich! Man erinnere sich nur an den bedauernswerten Mr. Bean, der im schmalen Treppenhaus eines Hotels verzweifelt versucht, eine ältere Dame am Krückstock zu überholen...

Weibliche "Geistergeher" bringen die meisten Männer vollends aus der

Fassung. Dabei wäre es, nein, ist es doch so einfach: Gegen den Uhrzeigersinn entlang der verlockenden Auslagen und der übervollen Regale schlendern! So sind einerseits für Frauen die Objekte der Begierde zum Greifen nahe. Andererseits lassen sich solchermaßen fixierte Frauen in einem günstigen Moment gefahrlos links überholen. Im Straßenverkehr klappt´s doch auch - meistens jedenfalls...

Richtig gefährlich sind aber einkaufende Frauen, die scheinbar unmotiviert und pfeilschnell die Richtung ändern. Die Forschung geht davon aus, dass Handtaschen oder Lederstiefel über etliche Meter und Ecken hinweg unsichtbare Signale aussenden, die nur einkaufende Frauen wahrnehmen können. Da werden dann schon mal ein paar störende Männer über den Haufen gerannt - schließlich gilt es, etwaige Konkurrentinnen auszustechen...

Warum gibt es keine Bekleidungshäuser, zu denen ausschließlich Männer Zutritt haben?! Man(n) kann das Geschäft geradeaus betreten, ohne gleich einen der so genannten Laufstopper umrunden zu müssen, die ansonsten saudumm in der Gegend herumstehen. Rechts sind die blauen sowie die schwarzen Hosen, links die weißen und roten. Innerhalb dieser farblichen Aufteilung sind die Beinkleider nach Bauchumfang aufsteigend sortiert, nach Beinlänge dagegen absteigend - ganz einfach und logisch. Ruckzuck ist die neue Hose eingetütet!

Für sehr kommunikative Männer mit etwas Muse, steht sehr gut geschultes und einfühlsames Servicepersonal bereit, das stillschweigend die Wünsche der im Grunde anspruchslosen Kunden entgegennimmt: Hose, blau, Bund 34, Länge 36 - Ich habe fertig! Im äußersten Notfall noch kurz in die Umkleide zum Gegencheck - man weiß ja nie, was die letzten Biere so alles mit einem angestellt haben. Dann Kasse, Tschüss und gerne wieder!




  
  
  
  
  
  


   

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